Junge lacht in Kamera, im Hintergrund spielen Kinder.

Ferien, die Spaß machen

Die Summer City Camps sind das neue Sommerangebot der Stadt Wien. Sport, Berufsschnuppern, tolle Experimente und vieles mehr: Es gibt ein breites Angebot, das nicht nur den Kids Spaß macht, sondern auch den Eltern die Organisation des Sommers erleichtert.

Endlich sind die langersehnten Sommerferien da. Viel Zeit, um zu spielen, sich auszutoben, in den Urlaub zu fahren, Freundinnen und Freunde zu treffen, Abenteuer zu erleben … Für die Kinder ein Traum, für viele berufstätige Eltern ein Albtraum. Denn wohin mit ihnen während der neunwöchigen Schulpause? Für Eltern schulpflichtiger Kinder ist es nicht immer einfach, tolle Ferien zu organisieren. Doch jedes Kind hat es verdient, schöne Sommerferien zu haben. Denn die Ferien sind dazu da, Kraft zu tanken, eine tolle Zeit mit Freundinnen und Freunden zu verbringen und sich richtig auszutoben, um mit voller Energie und Tatendrang ins neue Schuljahr starten zu können. Genau aus diesem Grund organisiert die Stadt Wien die Summer City Camps – Ferienbetreuung für Kinder in ganz Wien.

Kinder beim Seilziehen im Sand.

Jeden Tag steht mindestens eine Stunde Sport und Bewegung am Programm. © PID/Markus Wache

Die Summer City Camps

Die Summer City Camps finden im Auftrag von der Stadt Wien statt und werden von der Magistratsabteilung 13 – Bildung und außerschulische Jugendbetreuung mit Unterstützung der Trägerorganisationen Kinderfreunde, Familienbund, Interface, Zeit!Raum, ASKÖ/WAT, VHS und HiJump durchgeführt.  Ziel der Camps ist, die Eltern zu entlastet und allen Kindern in Wien schöne Ferien zu bieten. Die Organisation Bildung im Mittelpunkt, BIM, ist für die Koordination des Projekts zuständig und organisiert die Anmeldung für die Camps. Das Projekt läuft von 1. Juli bis 30. August. Momentan sind über 6.000 Kinder in ganz Wien an den Summer City Camps angemeldet.

Die Summer City Camps ermöglichen allen Wiener Familien, ein kostengünstiges, abwechslungsreiches und pädagogisch wertvolles Ferienprogramm zu organisieren. In ganz Wien gibt es 25 Summer City Camps. So wird ermöglicht, dass jedes Kind ein Camp in seiner Nähe hat. Die Kosten für ein Kind betragen 50 Euro pro Woche inklusive Mittagessen. Für das zweite und dritte Geschwisterkind jeweils 25 Euro. Ab dem vierten Kind ist die Teilnahme gratis. Ziel der Stadt Wien ist, eine abwechslungsreiche und pädagogisch wertvolle Ferienbetreuung anzubieten, die für alle erschwinglich ist. Das Summer City Camp im 22. Bezirk befindet sich in der Ganztagsvolksschule Wulzendorfstraße 1. Wir haben das Camp besucht und uns gemeinsam mit den Betreuerinnen und Betreuern das umfangreiche Angebot angesehen. Das Team in der Wulzendorfstraße besteht aus insgesamt 16 Betreuerinnen und Betreuern, einer ASKÖ-Trainerin und zwei VHS-Trainerinnen für die Sprachförderung. Gemeinsam kümmern sie sich um ein abwechslungsreiches und spannendes Sommerprogramm.

Gruppe von Kindern winkt in die Kamera.

Die Summer City Camps sind eine ganztägige Ferienbetreuung. Es gibt eine Frühbetreuung ab 7.15 Uhr sowie eine Spätbetreuung bis 18 Uhr. © PID/Markus Wache

Ab ins Summer City Camp

Es ist neun Uhr, langsam trudeln die letzten Kinder im Camp ein. „Ab 7.15 Uhr können bereits die ersten Kinder zu uns gebracht werden. Bis acht Uhr gibt es eine Frühbetreuung. Je nachdem, für welche Aktivität die Eltern ihre Kinder angemeldet haben oder was am heutigen Programm steht, werden sie dann in die einzelnen Gruppen verteilt“, erzählt Tanja, Standortleiterin des City Summer Camps Wulzendorfstraße. Nach einem kleinen Frühstück warten auf die Kids die ersten Aktivitäten.

In den Summer City Camps werden täglich mindestens eine Stunde Sport und Bewegung gemacht. Zudem gibt es Aktivitäten in der Natur, Kulturerlebnisse, Technik-Workshops und weitere abwechslungsreiche Abenteuer wie Ausflüge zur Berufsrettung, ins Schwimmbad oder zur Jesuitenwiese. „Wir machen ein Mal die Woche einen Ganztagesausflug und mehrmals die Woche einen Halbtagesausflug. Wir waren mit den Kindern letztens bei ‚Bau deine Stadt‘ am Nordbahnhof. Das ist immer sehr beliebt. Wir waren im Motorikpark, bei der Berufsrettung und gerne nutzen wir auch das Ferienspiel von wienXtra oder besuchen die Umweltspürnasen“, so Tanja. Abseits davon werden auch die anliegenden Parks gerne für einen kurzen Ausflug genützt.

Zwei Jungen laufen um die Wette.

Auf die Plätze, fertig, los! In den Summer City Camps ist immer viel los und tolle Aktionen wie die Sportolympiade finden regelmäßig statt. © PID/Markus Wache

Forschen, entdecken, kreativ sein und experimentieren

Neben den Standardprogrammen bieten die Camps themenspezifische Zusatzangebote an. Diese können, müssen aber nicht von den Eltern im Vorfeld dazugebucht werden.

In den themenspezifischen Kursen bekommen die Kinder die Möglichkeit, beispielsweise die ersten Grundkenntnisse im Skateboarden, Beachvolleyballspielen oder Schwimmen zu erlernen. Auch ein umfangreiches Tanzangebot unter choreografischer Anleitung gibt den Kids die Chance, sich zu bewegen und gleichzeitig Tanz als Medium wahrzunehmen und ihre sozialen Kompetenzen zu stärken. Auch Jungköchinnen und -köche kommen nicht zu kurz: Ein themenspezifischer Kochkurs in der ehemaligen Ankerbrotfabrik vermittelt den Kindern Lust und Freude am gemeinsamen Kochen. Allergien und spezielle Ernährungsformen werden hier selbstverständlich berücksichtigt.

Das Summer City Camp in der Wulzendorfstraße versteht sich auch als inklusives Angebot, das heißt, im Camp gibt es eine professionelle Betreuung für Kinder mit Behinderung. Die Kinder werden mit einem Fahrtendienst abgeholt und auch wieder nach Hause gebracht. „Wir haben eine Gruppe, bei der bis zu vier Kinder mit einer Beeinträchtigung mitmachen. Für diese vier Kids gibt es eine extra Betreuung, aber wir schauen, dass die Kinder so weit und so viel wie möglich bei allen Aktivitäten der Gruppe mitmachen können“, so die Standortleiterin.

Junge wirft Papierflieger in Richtung Kamera.

In den Summer City Camps ist Langeweile definitiv ein Fremdwort. Es gibt viele tolle Zusatzangebote. Wie wäre es mit einem Theaterworkshop? © PID/Markus Wache

Abwechslung ist angesagt

In der Wulzendorfstraße ist heute volles Programm, denn es findet die Sportolympiade am Schulgelände statt. Hier können sich kleine und große Sportfans bei Wettrennen, Weitwerfen oder auch in der Schnelligkeit miteinander messen. Die Gruppe, die die beste Wertung hat, bekommt als Belohnung Süßes für den Nachmittag. Dabei wird stets darauf geachtet, dass es keine Verliererinnen und Verlierer gibt, denn dabei sein ist alles.

Auch abseits des Trubels wird fleißig experimentiert, denn diese Woche ist die Kinderuni Wien zu Besuch. Im Vorfeld konnten die Eltern ihre Kinder für das themenspezifische Angebot „Abenteuer Forschen“ an der Kinderuni Wien anmelden. Eine Woche lang werden die Kids von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kinderuni Wien betreut. Bei spannenden Vorträgen erfahren sie heute viele wichtige Dinge rund um das Thema Umweltschutz. „Die Kinderuni findet am Vormittag statt. Zuerst gibt es immer eine 50-minütige Vorlesung, in der die Kinder vieles rund um das aktuelle Thema erfahren und anschließend werden tolle Experimente gemacht“, erklärt Tanja. So lernen die Kinder heute, warum Kühe am Klimawandel mitschuld sind oder warum das Eis in der Antarktis schmilzt. Nach der Vorlesung schlüpfen die Kinder dann selbst in die Rolle der Forscherin oder des Forschers. Gemeinsam wird analysiert und experimentiert, und es wird Fragen wie „Kann Wasser auch nach oben fließen?“, „Wie bringt Luft ein Schiff zum Schweben?“ oder „Warum wird ein Kuchen beim Backen größer?“ nachgegangen. Während der Forschungswoche schreiben die Kinder ein Forschungstagebuch und notieren ihre Entdeckungen. Außerdem sammeln sie Forschungskarten, mit denen sie auch zu Hause und in der Schule experimentieren können.

Kinder im Schulflur.

Eine 5 in Mathe, Deutsch oder Englisch? Kein Problem! In der Summer School werden Kinder gezielt gefördert und kann so seine Fähigkeiten verbessern. © PID/Markus Wache

Mit Spaß lernen

Wer noch ein wenig Lernstoff von der Schule nachholen muss, vielleicht sogar ein „Genügend“, „Nicht genügend“ oder „Nicht beurteilt“ im Zeugnis stehen hat, kann dies in der Summer School machen. Die Summer School bietet Lernförderung für Kinder der 5. bis 9. Schulstufe in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch an. In zweiwöchigen Kursen können sie ihre sprachlichen und rechnerischen Fähigkeiten mit professioneller Unterstützung erweitern.

Auch abseits der Summer School gibt es in den Camps die Möglichkeit, seine sprachlichen Fähigkeiten zu verbessern. Denn in jedem Camp gibt es VHS-Trainerinnen und -Trainer für die Sprachförderung. Diese gehen am Vormittag zu den Gruppen, die nicht auf einem Ausflug sind, und machen entweder beim Programm mit oder bieten etwas Eigenes an. So wird spielerisch das Sprachvermögen verbessert und gefördert.

Kuh schleckt über die Hand einen Mädchens.

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